So, nachdem Lina und ich endlich unsere Registrierung in den
Händen halten konnten, ging es am Sonntagmorgen mit Tobias und Kurt per Bus
Richtung Bangalore, der Hauptstadt von unserem Nachbarstaat Kanataka.
Schon die Busfahrt war für Lina und mich sehr abenteuerlich
und aufregend. Die meisten Indischen Busse haben keine Türen- also wer
voluminöseres Haar will muss nur mit einem indischen Bus fahren.(;
In Bangalore sind dann die anderen Freiwilligen Lara und
Lennart zu uns gestoßen und zusammen sind wir dann auf die Suche nach unserem
Hotel gegangen. Unsere Unterkunft war auf dem MG- Road, der „westlichen“ Straße
in Banglore. Um uns herum gab es bekannte Läden wie VeroModa, Puma, Pizza Hut,
und und und.
Unser Zimmer war total in Ordnung, wir hatten sogar eine
westliche Toilette und die Lage war sehr gut – nur die Kakerlaken waren nicht
ganz so unsere Fall.(;
Lara,Lina und Ich in unserem Zimmer in Bangalore.
Bangalore ist schon relativ westlich geprägt aber abends etwas zu unternehmen ist (wie fast überall in Indien!) leider etwas schwieriger, da Bars 22 Uhr keinen Alkohol mehr ausschenken dürfen und demnach auch die Clubs um diese Zeit schließen. Es gibt aber trotzdem nette Pubs (in die auch Frauen dürfen!) in denen man etwas trinken kann und jede Menge westliche Fastfood Ketten.(;
In Bangalore haben wir auch einen Inder kennen gelernt, der viele Jahre in England war und der demnach sehr gut englisch gesprochen hat. Wir saßen dann am Abend alle zusammen an einem See in Bangalore und haben beim Sonnenuntergang unseren stolz erworben Käse und unser Toastbrot gegessen. (; Käse zu bekommen ist in Indien nämlich gar nicht so einfach, zum einen findet man kaum welchen und wenn dann gerade mal eine Sorte.
Am Dienstag sind wir dann ganz früh mit dem Bus nach Mysore gefahren um dort das Dasara Festival anzugucken. Das Festival ging über mehrere Tag und am Mittwoch war eine große Parade mit Elefanten.(:
Dort sind wir auf einen Berg gefahren, um einen Tempel zu
besichtigen, der jedoch extrem von Touristen überfüllt war.
Am Abend sind wir dann schön indisch essen gegangen und
haben unseren ersten Club gefunden, der länger als 22 Uhr geöffnet hatte.(: Am
nächsten Tag war dann der 19. Geburtstag von Tobias und das Ende des Festival
samt der Parade. Wir sind an diesem Tag extra früh aufgestanden, da uns
fälschlicher Weise erzählt wurde, der Umzug beginnt 10 Uhr. Leider war das
nicht der Fall und wir hatten noch bis 15 Uhr Zeit uns die Stadt etwas
anzusehen. Wir sind dann durch Zufall in einen Markthalle gekommen, in der wir
vor lauter Farben und Gerüchen gar
nicht wussten wo wir zu erst hin gucken sollten.
Dort haben wir einen Stand gefunden, wo tolle Öle und Düfte
verkauft wurden und haben dann dort die restliche Zeit verbracht. Der Verkäufer
war sehr erfreut über unsere Bekanntschaft, da er auch schon viele andere
Freiwillige aus Deutschland kennengelernt hatte und sogar mehrer Bücher führt
über Freiwillige die Düfte und Öle gekauft haben.
Gegen Mittag sind wir dann auf die Hauptstraße gegangen um
uns einen guten Platzt für die Parade zu Sichern. Leider hatten wir nicht
erwart, dass wir so lange in der prallen Sonne sitzen müssen und da haben
leider auch unsere wunderschönen Tücher den Sonnenbrand nicht vermeiden
können.(;
Die Architektur im Palast selber konnten wir leider auch nur schwer bestaunen, da es von Touristen nur so gewimmelt hat und die Inder typischerweise immer drängeln und man dadurch durch den Palast gescheucht wurde.
Aber das Angebot rings um den Palast war auch sehr
Erlebnisreich, da es Elefanten, Kamele und Affen zu bestaunen gab.
| Der Ausblick von unserem Hotel in Mysor Mit dem Bus ging es dann viele Stunden in das Bergstädtchen Madiceri. |
Dort hatten wir kein Hotel sonder ein „Home Stay“, das ist so was wie eine Ferienwohnung. Und von dieser Ferienwohnung waren wir sechs mehr als begeistert. Wir hatten einen kleines Wohnzimmer und ein gemeinsames Schlafzimmer und sogar eine kleine Küche. Auch der Ausblick von unserer Terrasse war unglaublich schön!
Zu sehen gab es auch sehr viel in Madiceri. Wir haben uns
gleich am selben Tag ein Tuck Tuck besorgt und sind in die Berge zu einem
Wasserfall gefahren.
Zurück wollten wir eigentlich wandern, aber leider gab es
keinen wirklichen Wanderweg und deswegen haben wir uns einen Jeep besorgt, der
uns wieder zurück bringen sollten. Das ganze war jedoch eine ziemlich heikle
Angelegenheit, da unser Fahrer auf die schlaue Idee kam einen anderen kaputten
Jeep mit einem dünnen Drahtseil den Berg runter zu schleppen. Natürlich ist das
Drahtseil mehre Male gerissen und wir hatten extreme Angst, dass der andere
Jeep in unser Auto rein fährt. Aber am Ende sind wir zum Glück heil wieder
angekommen.
Am Abend haben wir auch endlich mal indisches Fernsehen
gesehen, was jedoch größten Teils aus Talentshows besteht.(;
Unser Reiseführer hat uns am nächsten Tag zu einem wunderschönen
Ort geführt, von dem man einen traumhaften Blick hat und den Sonnenuntergang
genießen kann.
Dort haben wir auch andere Freiwillige getroffen. Allgemein sind uns auf unsere Reise erstaunlich viele andere Freiwillige aus Deutschland über den Weg gelaufen.
Leider war die wunderschöne Reise am folgenden Tag schon wieder
vorbei und es ging wieder für 10 Stunden in den Bus....:(
In Krishnagirie angekommen mussten wir gleich am nächsten
Tag wieder arbeiten und durften zu unserer großen Freude auch endlich alleine
unsere erste Klasse unterrichten.
Unsere Klasse bestand aus ca. 35 Drittklässlern, mit denen wir Englisch
geübt haben. Nach drei Stunden waren wir jedoch ziemlich platt und fertig aber
zufrieden über unsere erbrachten Leistungen. (:
In dieser Woche habe ich so viel von Indien gesehen und so viele Dinge kennengelernt. Von dem indischen Essen bin ich total beeindruckt, da es nicht wie ursprünglich gedacht größten Teils aus Reis besteht.(; Es gibt verschiedenen Fladen die alle anders schmecken und tolle Soßen.

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