Montag, 4. März 2013

Annual Day


In unsere Schule gab es in den letzten Wochen nur ein Thema, „Annual Day“! Das kann man als „Tag der offenen Tür“ übersetzen und dafür wurde Wochenlang geübt. Einige Kinder der Schule haben Tänze aufgeführt und dafür wurde extra ein Tanzlehrer an unsere Schule bestellt. Leider konnten nicht alle Kinder mit machen, da eine Gebühr von 2000 Rupien für die Elter anfielt (das sind ca. 28 €) und das leider nicht alle bezahlen konnten.








Wir hatten uns auch ein kleines Projekt für den „Annual Day“ überlegt, was uns unglaublich viel Zeit, Motivation und Fantasie kostete.(; Wir wollten zusammen mit unsern Hostelmädchen Schneewittchen auf Englisch aufführen.


Es war eine sehr schöne Zeit, wir haben fast jeden Nachmittag mit den Mädchen geübt und ich denke die Mädels hatten auch Spaß – obwohl es ab und zu ziemlich chaotisch wurde, z.B. wenn es um die Verkleidung ging.(;
Lina und ich haben ganz fleißig die Bühnenbilder gemalt und die Mädels hatten sich einen Tanz für das Ende überlegt.



Leider konnten wir unsere Stück am Annual Day nicht aufführen.... aber wir werden es in naher Zukunft nur vor den Schülern aufführen.
Am „Annual Day“ haben Lina und ich übrigens das erste Mal einen Sarie getragen und es war erstaunlich bequem. Ein Sarie besteht aus einem sehr langen Tuch und einer Bluse. Das ganze Tuch wird dann in einer unglaublich faszinierenden Technik um den Körper gelegt und hält warum auch immer nur mit 3 Sicherheitsnadeln. Ich frage mich wirklich, wie die indischen Frauen es schaffen jeden Morgen pünktlich aus dem Haus zu gehen, denn so einen Sarie zu wikeln brauch wirklich seine Zeit.






Eine Woche vor dem „Annual Day“ kam meine Freundin Laura zusammen mit Linas Freund Tobi zu besuch. Wir waren erst eine Woche zusammen in Goa und sind dann zum „Annual day“ an unsere Schule zurück gekommen.

Goa!Goa!Goa!(:
In Goa ist jeden Mittwoch ein "Hippi-Flohmarkt" wo man unglaublich schönen Schmuck, bunte Tücher und jede Menge Klamotten kaufen kann!



 Danach ging es dann noch eine Woche nach Kerala. Zuerst waren wir in dem kleinen Bergstädtchen Munnar. Dort kann man hervorragend Gewürze kaufen, in den Bergen wandern gehen und in einem Tierpark auf Elefanten reiten.(: 












Danach hat es uns in das Städtchen Fort Kochin gezogen...
In Fort Kochin haben wir ein paar Tage mehr als geplant verbracht, da in Indien in dieser Zeit für zwei Tage ein Streik im gesamten Land war und demnach kein Bus, TuckTuck oder Auto gefahren ist. Ich muss sagen, es war mal erstaunlich ruhig so ohne gehupe...(;








In Fort Kochin haben wir eine der beliebten Backwarterstours mitgemacht... Man fährt mit einem Hausboot durch die Backwartes und kann, wenn man möchte, auch über nacht da bleiben. Wir haben genau das gemacht und es war einfach super!(: 







MUMBAI


Lange, Lange ist mein letzter Blogeintrag her und in der Zeit ist sooo unglaublich viel passiert.
 Lina, die Jungs und Ich waren ende Januar bei unserem Zwischenseminar in Nagpur. Dort hatten wir die Möglichkeit uns über unsere Projekte, unsere Erlebisse und Erfahrungen auszutauschen. Ein wichtiges Thema war z.B. die Stellung der Frau in Indien bzw. wie wir uns als Frau in Indien fühlen
- was natürlich wegen der aktuellen Vorfälle noch viel intensiver Diskutiert wurde. Wir haben über unsere Eigenen Erfahrungen gesprochen und darüber geredet was man z.B. in unangenehmen Situationen machen muss.
Ein anderes wichtiges Thema war auch wie es ist als „weißer“ nach Indien zu kommen und ich war ziemlich froh darüber, dass ich weiß Gott nicht die Einzige bin, die dauernd darum gebeten wird ein Foto zu machen oder das ich eine Sonderstellung bekomme nur weil ich weiß bin.
Die Woche hat ziemlich Spaß gemacht und es war eine super Gelegenheit mit anderen Freiwilligen aus Deutschland in Kontakt zu kommen.
Nagpur liegt übrigens im Zentrum Indiens und ist bekannt für seine leckeren Orangen. Von Krishnagiri dauert es Stunden um nach Nagpur zu kommen, darum haben wir die Chance genutzt und sind über Mumbai nach Nagpur geflogen. In Mumbai hatten wir jeweils auf dem Hin- und Rückweg eine Tag Aufenthalt.
Die Stadt hat mich ziemlich überrascht. Ich hatte unglaublichen Respekt vor der Stadt, da es meine erste Reise in den Norden war und der Norden so anders als der Süden sein soll.
Mumbai liegt direkt am Meer und hat eine nette Promenade, jedoch würde ich trotzdem niemanden raten dort baden zu gehen (;. Indische Stadtstrände sind einfach das  hässlichste überhaupt. (;
Wer übrigens Lust auf eine kleine Rolle in einem Bollywood Film hat bekommt dort Unmengen an Angebote- wir hatten auch Lust aber leider keine Zeit.(;
Ach ja, ob man Mumbai oder Bombay sagt ist in der Stadt immer noch ein heikles Thema. Uns wurde die Namensänderung damit erklärt, dass die Stadt sich von seinen einstigen Kolonialmächten England distanzieren wollte und die Stadt dem nach nach der Hindu-Göttin Mumbadevi genannt wurde.









In Mumbai sind wir 4 das erste Mal Zug gefahren und es war wirklich genau so wie man es sich vorstellt.(; Das schönste ist, an der offenen Tür zu stehen und den Fahrtwind im Gesicht spüren.(: 

Auf der Zugfahrt durch Mumbai haben ich das erste Mal einen "richtigen" Slum gesehen.  Überall waren Blechhütten und nackte Kinder haben auf den Gleisen gespielt.  
Die Promenade von Mumbai.