Samstag, 6. Oktober 2012

Ich bin endlich in Indien!


So, jetzt habe ich es endlich mal geschafft Internet zu bekomme und etwas in meinen Blog zu schreiben! 

Nach einer leider etwas traurigen Verabschiedung von meiner Familie am Flughafen von Hamburg ging es endlich auf nach Indien.
Ich bin zusammen mit den anderen Freiwilligen Lina, Lara und Lennart erst nach Dubai und von Dubai dann nach Bangalore geflogen.
Es gab eine riesige Auswahl an Filmen, Serien und Musik im Flugzeug, weshalb der zehnstündige Flug wie im nu verging (;
In Dubai sind wir gegen 23 Uhr angekommen und der Flughafen war trotzdem extrem überfüllt. Der Flughafen ist riesig und es gibt so viel zu sehen.... es gibt unglaublich viele Meditationsräume, einen Art „Park“, einen Wasserfall . Also alles was das Herz begehrt(:

 Wie wäre es denn z.B. mit einem vergoldetem Kamel in LEBENSGRÖßE?




Starbucks auf arabisch! 

Dann ging es gegen 3 Uhr nachts mit dem zweiten Flieger nach Bangalore...

Sonnenaufgang auf dem Weg nach Bangalore .(:


In Indien wurden wir dann von Prabhu (unser „Mentor“, indischer Papa(; ) abgeholt. Wir wurden mit Blumenketten begrüßt (: und haben das erste Mal richtig gespürt, wie es ist als Weißer nach Indien zu kommen.(; ALLE haben uns angestarrt oder mit dem Finger auf uns gezeigt. War echt sehr merkwürdig. Uns wurde erzählt, dass weiße Haut und blondes Haar das absolute Schönheitsideal sein soll. Manche laufen mit Sonnenschirmen rum, um nicht so braun zu werden oder sortieren irgendwelche Blätter aus dem Essen raus, weil die angeblich die Haare dunkler machen.(;

 Absolut ERLEBNISREICH war auch unsere erste Autofahrt von Bangalore nach Kola Gold Field (=KGF, Prabhus zu Hause)!!;D Prabhu fährt nicht selber sondern lässt sich fahren....
Unsere Koffer und Rucksäcke wurden aufs Dach gelegt OHNE Gurte!!!



Ich hatte die ganze Zeit solche Angst um mein Gepäck- vor allem weil Autofahren in Indien auch so eine ganz BESONDERE Sache ist! :D Es gibt nicht wirklich Regeln – alle fahren irgendwie. Aber das wichtigste am Auto ist die Hupe. Jeder hupt, z.b. beim überholen! Ich hatte während der Autofahrt so viele Momente, wo ich mir 100 Prozent sicher war, dass ich das nicht überlebe...;)


Na ja, die Angst ging aber irgendwie verloren da es sooooo viel zu sehen gab.(:



Bei Prabhu haben wir 4 dann eine Nacht übernachtet und am nächsten Morgen sind dann Lina und Ich in unser Internat gefahren. Lennart und Lara sind noch eine Nacht dort geblieben und sind dann am Nächsten Tag in ihre neue Unterkunft nach Vellore gefahren.
Die Familie von Prabhu ist riesig und alle leben irgendwie zusammen unter einem Dach (so richtig konnte ich das alles noch nicht überblicken).
Prabhus Haus mit der Mutter von Prabhus Frau und noch irgendeinem anderem Familienmitglied.(;
Dort haben wir auch unser erstes „richtiges“ indisches Essen bekommen. Na ja , dadurch das wir alle nicht so gerne scharf essen war das schon sehr erlebnisreich, vor allem die Art WIE man isst... Ich glaube die Familie hat sich auch sehr amüsier, weil wir uns selbstverständlich gleich an einen Tisch gesessen haben, obwohl dass nicht so üblich in Indien ist....



Ja, also das erste Mal mit der Hand essen war schon sehr merkwürdig! Wir haben uns alle irgendwie ein bisschen blöd angestellt(; es gibt aber selbstverständlich eine Technik, die uns gezeigt wurde (;Man nimmt den ganzen Reis mit allen 4 Fingern auf und schiebt dann alles mit dem Daumen in den Mund....alles halt eine Sache der Übung!(;  
Unsere Zimmer bei Prabhul.


Prabhuls eigenes TukTuk.(;


Prabhul mit Lara, Lina und Lennart beim Maiskolben essen. Das waren die leckersten Maiskolben die ich je gegessen habe!!!

Die erste große Herausforderung, die wir meistern mussten war am nächsten Morgen. Duschen! ;D



Naja, es war aber eigentlich gar nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt habe...!Vor allem ist das kalte Wasser am Morgen echt verdammt angenehm, da man so extrem schwitzt in der Nacht und man dann am Morgen über eine kleine Abkühlung sehr froh ist...(;

Früh um 9.30 Uhr sind dann Lina und Ich mit Prabhu zwei Stunden nach Krishnagiri gefahren(in Krishnagiri ist das Internat, in dem Lina und ich leben).
Dort haben wir uns erst Mal beim Direktor vorgestellt und bei der Familie!!! Dann haben wir auch endlich die anderen Freiwilligen Kurt und Tobias (die sind schon einen Monat früher gefahren) getroffen, die auch im Internat leben. Die Jungs haben uns das Internat gezeigt und wir konnten dann auch endlich unser neues Zimmer einrichten.
Das Internat


Unser Zimmer...
Die Schule ist total toll und echt riesig. Alles sind super nett zu uns und helfen uns wo sie nur können. Auch wenn es manchmal unglaublich chaotisch abläuft....
An der Schule sind Lina und Ich glaube ich so was wie kleine Stars. ;D Es kommt dauernd jemand und will irgendetwas von uns wissen oder ein Foto mit uns machen. Außerdem will jeder wissen was unsere Eltern arbeiten. Jedoch interessiert sich keine wirklich  für die Arbeit unsere Mütter... alle wollen immer den Beruf meines Vaters wissen und sagen dann immer voll selbstverständlich das meine Mutter sicher Hausfrau sei!!

Mit dem Essen haben Lina und Ich auch noch ziemliche Probleme... die Technik mit der Hand und die Trinktechnik haben wir noch nicht so begriffen. Man schüttet das Wasser einfach von oben –ohne den Rand zu berühren- in den Mund. Leider vergießen wir im Moment noch mehr als wir trinken ;D

An sich ist Indien total faszinierend. Alles ist so neu und anders als in Deutschland- ich glaube in Deutschland würde man auf der Autobahn keine tote Kuh finden. ;D Langsam aber sicher gewöhne ich mich auch an die extreme Hitze, es wird ca. um 6 Uhr morgens hell und leider schon ca. halb 7 am Abend dunkel. Jedoch ist es sehr schwül und die Sonne brennt extrem...

Ich bin total froh, dass ich mich entschieden habe nach Indien zu gehen. Es ist zwar alle sooooooooooo anderes- aber genau DAS ist ja das spannende(:

Liebste Grüße von Undien(:

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