Sonntag, 9. Dezember 2012

Mangalore


So, ich habe ja ziemlich lange nichts mehr von mir hören lassen...Es ist einfach so unglaublich viel hier in Indien passiert und da bin ich einfach nicht wirklich dazu gekommen einen Blogeintrag zu posten.(;
Wir haben gerade Besuch von Cathrin, der Leiterin von Jugend im Ausland.
Da wir gerade ein paar Probleme mit der Schulleitung im Internat haben ist es ganz gut , dass sie gerade jetzt da ist.(;
Aber jetzt erzähle ich erst mal etwas über meine Reise mit Lina ans Meer....

Ich muss nun wirklich Rückblickend sagen, ich habe mir das „kleine Hafenstädtchen“ Mangalore ein bisschen anderes vorgestellt....

Unsere Reise begann erst einmal mit einer ziemlich anstrengenden und nervenaufreibenden Busfahrt nach Bangalore (dort hat man die besten Möglichkeit einen Bus zu bekommen!). Wir brauchen normalerweise ca. zwei Stunden von Krishnagiri nach Bangalore... wir sind aber aufgrund des Abendverkehrs vier Stunden gefahren!
Der Plan war in Bangalore einen Sleeper Bus zu bekommen, da einen zehnstündige Busfahrt in einem normalem Bus ziemlich anstrengend sein kann.(;
Sleeper kann man im Internet buchen aber Lina und ich haben es darauf angelegt und sind auf gut Glück nach Bangalore gefahren. (;
Und dort haben wir beide wirklich mit ganz viel Glück einen Schlafbus nach Magalore bekommen auch wenn die Suche danach nicht ganz so leicht war wie gedacht, da es in Bangalore gefühlte hundert Busbahnhöfe gibt und wir immer zu einem anderen geschickt wurden...

Ein Sleeper muss man sich in Indien wie einen ziemlich komfortablen (da gibt es aber natürlich auch je nach Preisklasse Unterschiede) Bus mit Tür (hat nicht jeder indische Bus, also etwas besonderes!(;), und relativ bequemen Sitzen vorstellen. Also an sich eine ziemlich angenehme Art zu reisen, wenn da nicht die Klimaanlagen wären... also die ausgeteilten Decken waren wirklich zu etwas gebrauchen.
In Mangalore angekommen ging es auch sofort per TuckTuck ans Meer um den Sonnenaufgang zu sehen. Wir waren, außer ein paar Joggern (auch Frauen!!!), so gut wie die einzigen Menschen am Strand.




Ok, ganz alleine waren wir nicht am Strand, diese zwei hübschen Kamele waren auch da...(;

Vom Strand aus sind Lina und ich dann zu unserem Hotel gefahren. Im Hotel angekommen waren wir total beeindruckt, da es doch etwas schicker war als gedacht.
Leider war es auch etwas teurer als unsere bisherigen indischen Hotels, wir haben zusammen für ein Doppelzimmer (man bezahlt nie die Personen die im Zimmer leben sondern nur das Zimmer) 17 € bezahlt (sehr viel für indische Verhältnisse). 
Gereizt hat uns an dem Hotel eigentlich nur, dass Frühstück inklusive war (westliches Frühstück!!) womit groß und breit auf der Homepage geworben wird. Aber im Hotel wurde uns dann mitgeteilt, dass dieses Angebot nicht mehr gilt. War echt verdammt ärgerlich...


Mangalore wurde, wie gesagt, meinen Erwartungen nicht so gerecht, da ich mir die Stadt etwas anders vorgestellt hatte. Die Stadt hätte auch eine Stadt mitten im Zentrum Indiens sein können, da man in der Stadt selber nicht gespürt hat, dass sie eine Hafenstadt ist. Gut, der Unterschied ist vielleicht, dass auf der Speisekarte auch Fisch angeboten wird.(;
Aber das bedeutet nicht, das die Stadt deshalb nicht schön ist, ganz im Gegensteil...
Die Stadt hat keine Sehenswürdigkeiten, im Reisenführer sind nur ca. drei Orte aufgezählt die für einen Touristen sehenswert wären. Aber das ist genau das schöne an der Stadt, da sie deshalb wesentlich indischer und nicht so touristisch wirkt.
Lina und Ich haben trotzdem die angebenden Orte im Reiseführer abgeklappert und...na ja, es gibt wirklich nicht viel zu sehen.(;
Im Reiseführer gilt diese „Festung“ als eine der Sehenswerten Orte in Mangalore...


Aber das Schöne an der Burg war eigentlich nur die unglaubliche Aussicht...Es wirkte auf uns eher wie ein heimlicher Treffpunkt von Pärchen....




Wir haben beobachtet, wie unglaublich viele Junge Leute mit einem Boot auf die andere Seite gefahren sind und wir sind spontan auch einfach mal mit gefahren um heraus zu bekommen was dort ist....







Und nach einem kurzen Wegmarsch durch den Wald lag er dann vor uns...ein wunderschöner (nicht im Reiseführer erwähnter) Strand.

"Hier zu schwimmen könnte ihr Leben kosten.", steht an jedem Strand.






Am Strand waren Lina und ich wieder mal fleißig am Fotos schießen...(;

Mit einigen von ihnen haben wir uns aber recht gut verstanden und haben uns dann für den gleichen Abend noch miteinander verabredet...


Am nächsten Morgen gab es leider ein paar Probleme in unserem Hotel, da wir zu spät ausgecheckt hatten. Auscheckzeit war nämlich die Zeit in der wir eingecheckt hatten... das hatte uns aber blöderweise keine gesagt und wir mussten wohl oder übel eine weitere Nacht in dem Hotel verbringen. Tatsächlich ist es in vielen indischen Hotels der Fall, dass man auscheckt wenn man eingecheckt hat.
Na ja, es war ziemlich ärgerlich, da wir gezwungen waren noch eine Nacht in dem Hotel zu verbringen aber wir haben auch daraus gelernt... von nun an Fragen wir immer nach der Auscheckzeit.(;
Den zweiten Tag haben Lina und Ich ein groß Teil der Zeit in einem Shoppingcenter verbracht, da es dort so unglaublich viel zu erleben gab....(; Wir waren z.B. in einem Gruselkabinett!(; Der ganze Spaß bestand aus einem ca. 5 Menütigen Gang durchs dunkle während zwischendurch Teller vor unsere Füße geworfen wurden und eine merkwürdige Figur uns entgegen gesprungen ist....war echt ziemlich lustig.(;



Am Nachmittag sind wir zum Strand gefahren um endlich mal im Meer baden zu gehen.(;
Wir hatten uns auf einen verlassenen und idyllischen Strand gefreut, der uns im Reiseführer schmackhaft gemacht wurde....warum auch immer haben wir blöderweise den falschen Bus erwischt und saßen wieder wie am Vortag am Stadtstrand.
Die Einsamkeit blieb leider auch aus...typisch Indien, man ist nie allein.(;





Wir sind extra ein bisschen weiter weg von der ganzen Menschenmenge gegangen...aber nach kurzer Zeit waren alle bei uns.(; 



Lina und Ich wollten wie gesagt unbedingt baden gehen und wir hatten uns auch extra ein Badet-shirt gekauft, da uns die letzten Freiwilligen geraten hatten nicht nur im Bikini baden zu gehen.





Doch ich muss sagen...ich glaube im habe mich noch nie im Leben so unglaublich unwohl gefühlt wie in dem Moment. Die Inder sind kaum baden gegangen und wenn dann nur in voller Montur.
Wir wurden von allen angestarrt und fotografiert!
Die Lifeguard kam sogar in ihrem Auto angefahren und versprach uns, dass wir immer bei Problemen zu ihnen kommen könnten.(; Später sind sie dann auch rum gefahren und haben bei jedem der uns fotografiert hat die Fotos gelöscht. Na ja, war etwas übertrieben...

Wir haben auch unseren ersten Seestern gefunden, leider konnten wir nicht genau erkennen welcher noch lebet und welcher nicht...


Am Abend sind wir noch mal in Shoppingcenter zurück gekehrt und haben uns einen wunderschönen Abend bei Pizza Hut gemacht.(; War eine tolle Abwechslung zu dem üblichen Essen! Aber allgemein muss ich sagen, dass man in Indien lieber kein westliches Essen essen sollte, da die Inder es einfach nicht so lecker hin bekommen(; und meine Magenproblem meistens nach dem westlichem Essen kamen, warum auch immer. Ich habe mal Spagetti Bolognese gegessen, die jedoch nichts mit Spagetti Bolognese gemein hatten, da die Soße weiß war und Paprika Stücke drin waren. Alles etwas merkwürdig....
Später am Abend  wurden wir dann noch von zwei Rumänen zum Autoscooter eingeladen!(: 


Am Nächsten Tag hatten wir es endlich geschafft rechtzeitig auszuchecken und konnten Mangalore verlassen.  Wir sind in das kleiner Nachbarstädtchen Udupi und von dort in die Studentenstadt Manipal gefahren.
Dort haben wir einen Tempel besichtigt, wo wir auch das erste Mal von einem Elefant gesegnet wurden. Fotos waren leider unerwünscht....





Um in den Tempel zu kommen mussten wir unsere Schuhe ausziehen. Im hatte ehrlich gesagt ein bisschen Schiss meine Schuhe so unbeaufsichtigt sehen zu lassen also nahm ich sie einfach in die Hand aber ich wurde sofort angesprochen mit der Bitte die Schuhe draußen zu lassen... (; In Indien muss man ziemlich oft seine Schuhe ausziehen, weil es einfach unrein ist in ein Gebäude mit Schuhen zu gehen...
Die Tampelanlage war ziemlich groß und es gab ziemlich viel zu entdecken...unter anderem eine indische Zeitung die über die deutsche Nationalmannschaft berichtet hat.(;



Dieses Zeichen findet man überall in Indien, es wird Swastika oder Sonnenkreuz genannt und hat in keiner Weise etwas mit dem Symbol des Hakenkreuz zu tun. Es symbolisiert Glück und Erfolg 




Am Nachmittag sind Lina und ich zum Malpe Beach gefahren und sind an einem unglaublichen Hafen vorbei gekommen...man fragt sich echt wie ein Boot da ohne Schäden heil rauskommen soll.(;


Ach ja, am Malpe Beach haben wir den idyllischen und (fast) einsamen Strand gefunden nach dem wir so verzweifelt auf der Suche waren.(;







Für die Rückfahrt konnten wir uns wieder einen Reisebus organisieren, mit dem wir dann 21 Uhr von Udupi nach Hause gefahren sind.
Vorher waren wir aber noch am Malpe Beach, der für seinen wunderschönen Leuchtturm bekannt ist. Man musste ca. einen halbe Stunde aus Udupi raus fahren um an den Strand zu kommen. Der Weg hat sich wie man sehen kann aber gelohnt....(;












Am Ende unsere Reise war das Diwali Festival, ein Fest bei dem die ganze Stadt mit wunderschönen Laternen geschmückt wurde und alle mit Feuerwerk und Wunderkerzen gefeiert haben. Es hat sehr an eine Mischung aus Weihnachten und Silvester erinnert. Das Fest soll an den Gott Krishna erinnern, der einen Dämonen besiegt und Frauen aus der Gefangenschaft befreit hat. 






Unser Reisebus nach Hause war nicht ganz so gemütlich wie der Erste. Obwohl wir richtige Betten hatten konnten wir nicht wirklich schlafen, da die indischen Straßen extrem viele Huckel haben und man somit immer nach oben gehüpft ist und schlafen dadurch etwas schwierig war...(;



So, das war Linas und meine Reise ans Meer und die nächste Reise folgt bald. Ach ja, wir arbeiten auch...nicht das jetzt der Eindruck entsteht mein Auslandsjahr besteht nur aus Reisen.(;


Tata (: (Tschüss auf Tamil

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